Smarte Fabriken 25. Jul 2022 Von Georg Dlugosch

Messtechnik in der Produktion: Die nächsten Schritte zur Integration

In der industriellen Fertigung verändert sich die Rolle der klassischen Messtechnik. Sie entwickelt sich damit vom Begleiter der smarten Fabrik zur Voraussetzung für die flexible und nachhaltige Fertigung.

Die Produktion der Zukunft braucht mehr Daten zur Produktqualität. Diese liefern Messysteme, wie der hier abgebildete industrielle Computertomograph für den zerstörungsfreien Blick ins Bauteilinnere.
Foto: ZEISS

Wie die Qualität der Produkte im digitalen Zeitalter erfasst werden soll, beschäftigt neben den produzierenden Unternehmen vor allem die Messtechnikbranche. Dabei verstehen sich die beiden Welten „Messtechnik und Digitalisierung der Produktion nicht immer“, wie der Messtechnikexperte Dietrich Imkamp, Bereichsleiter bei Zeiss Industrial Quality Solutions, feststellt. Beide rücken jedoch für die industrielle Produktion der Zukunft immer stärker zusammen. Denn eine sich selbst organisierende Produktion benötigt stets aktuelle Informationen. Das bedeutet, bei kurzen Taktzeiten müssen Informationen innerhalb von Millisekunden verarbeitet werden. Ein neuer Statusreport des VDI beschäftigt sich deshalb mit der Frage, wie die Zukunft der Fertigungsmesstechnik in dem Umfeld aussieht.

Implementierung der Messtechnik beginnt mit einem gemeinsamen Bild des Einsatzes

Dazu hat der VDI-Statusreport „Fertigungsmesstechnik in der digitalen Produktion“ zunächst die Qualitätsprüfung in der Produktion analysiert, um eine einheitliche Vorstellung zu erhalten, wie Messtechnik aktuell in digitalisierten Produktionsprozessen implementiert wird. „In Deutschland sind wir gar nicht so schlecht aufgestellt“, macht Imkamp Hoffnung. Jedoch erschweren viele unterschiedliche Formate und Schnittstellen die Zusammenarbeit der Messsysteme mit ihrem Umfeld. Deshalb wurde ein Modell entwickelt, das eine Übersicht zu Schnittstellen und Formaten bietet.

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Der Hintergrund: Als Smart Factory wird die Produktionsumgebung bezeichnet, die sich weitgehend selbst organisieren wird. Dazu muss sie sehen und anderweitig erfassen, was gerade passiert. Sie benötigt die Informationen in Echtzeit. Verzögerungen durch Schnittstellen und andere Behinderungen der Kommunikation müssen deshalb vermieden werden. Für Imkamp steht damit fest: „Die Integration der Messtechnik bildet die Voraussetzung für die Smart Factory.“ Allerdings müsse man sich erst darüber klar werden, welche Informationen übertragen werden sollen und wie der Kommunikationsvorgang überhaupt aussehen soll. Sein Zwischenfazit lautet deshalb: „Viele beispielhafte Implementierungen sind noch nötig, beispielsweise der Ausbau des digitalen Kalibrierscheins.“

Beim Datenfluss in der Produktion stockt es noch – Menschen verlangsamen den Prozess

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