Technik für den Schiffbau 15. Jul 2022 Von Wolfgang Heumer

Zulieferer von Schiffsausrüstung schwimmen auf Erfolgswelle

Während die deutschen Werften an der Küste dem internationalen Schiffbau-Boom zum Trotz in der Flaute dümpeln, steuert die maritime Zulieferindustrie im Binnenland weiter einen Erfolgskurs.

Verbaut werden Propeller, Ruderblatt und -maschine, Motoren, Verkabelung und so weiter: Werften tragen nur etwa ein Drittel direkt zum Bau eines Schiffes bei. Der überwiegende Teil der Komponenten stammt von Zulieferern aus dem Binnenland – und die sind so zufrieden wie schon lange nicht mehr.
Foto: Wolfgang Heumer

Sie bauen Motoren, Rudermaschinen, Schiffsschrauben, Navigationselektronik und sogar die Steckdosen für Kühlcontainer. Damit gehören die deutschen Zulieferbetriebe der internationalen Schiffbauindustrie seit Jahrzehnten in vielen Sektoren zu den Marktführern. Leicht haben sie es dennoch nicht.

Schiffbau: Auftragswelle schwappt an Europa vorbei

Maritime Zulieferindustrie: 400 überwiegend im Binnenland ansässige Unternehmen

„Wir haben immer entweder zu viele Aufträge oder zu wenige“, sagt Martin Johannsmann, Geschäftsführer der SKF Marine GmbH und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Marine Equipment and Systems im VDMA. Zurzeit haben die rund 400 überwiegend im Binnenland ansässigen Unternehmen und ihre etwa 63 000 Beschäftigten wieder mehr als genug zu tun. 2021 waren die Umsätze gegenüber dem Vorjahr noch um 2,5 % auf 10,3 Mrd. € gefallen. Gleichzeitig sorgt das Auftragsplus von 14,3 % dafür, dass die Branche nun wieder auf der Erfolgswelle schwimmt. „Die Bestellungen legen auch in diesem Jahr wieder zu“, sagt Johannsmann. Allerdings seien viele Unternehmen „vom Krieg in der Ukraine, den Lockdowns in China, den Staus in zentralen Umschlagplätzen, der Inflation und von den angespannten Lieferketten betroffen“.

Treibende Kraft für den Erfolgskurs der maritimen Zulieferer ist der weltweite Boom in der Frachtschifffahrt

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