Raumfahrt 16. Jan. 2024 Lesezeit: ca. 2 Minuten

ESA beauftragt OHB mit Entwicklung von Erdbeobachtungssatelliten

Die European Space Agency (ESA) hat an die OHB System AG einen Entwicklungsauftrag im Wert von 6 Mio. € für die nächste Generation der Sentinel-2-Satelliten im Rahmen des Copernicus-Programms vergeben. Diese Satelliten liefern bereits wichtige Daten für Land- und Forstwirtschaft sowie für den Klima- und Katastrophenschutz.

Die OHB System AG arbeitet an präziserer Erdbeobachtung für den Umweltschutz und die Bewältigung des Klimawandels im Rahmen des Copernicus-Programms der ESA.
Foto: ESA

Eine präzisere Betrachtung unserer Erde steht im Fokus, um essenzielle Daten für die Bewältigung des Klimawandels zu gewinnen und die Oberfläche unseres blauen Planeten umfassend zu erfassen. Aus diesem Grund wird bereits die Weiterentwicklung der Sentinel-2-Satelliten im Rahmen des Europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus vorangetrieben.

Die European Space Agency (ESA) hat einen der beiden Entwicklungsaufträge für Erdbeobachtungssatelliten an die Tochtergesellschaft OHB System AG der OHB SE vergeben. Der Vertrag hat einen Wert von 6 Mio. € und erstreckt sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren, wie das Raumfahrtunternehmen aus Bremen am Montag bekannt gab. Die OHB System AG wird an der Entwicklung der nächsten Generation der Satelliten Sentinel-2 im Rahmen des Europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus arbeiten.

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Daten für die Land- und Forstwirtschaft

Die derzeitigen Sentinel-2-Satelliten, seit 2015 bzw. 2017 im Orbit, liefern bereits heute bedeutende Daten für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Klima- und Katastrophenschutz. Durch ihre hochauflösenden, multispektralen Aufnahmen im optischen und nahen Infrarotbereich (zwischen 443 nm und 2190 nm) wird der Zustand von Böden und Pflanzen deutlich sichtbar. Das Multispektralinstrument verfügt über 13 Kanäle und erreicht eine Auflösung von bis zu 10 m, wobei es einen Streifen von 290 km erfassen kann. Sentinel-2 kann alle fünf Tage ein Bild eines bestimmten Gebiets aufnehmen und auch Binnengewässer sowie Küstengebiete überwachen.

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„Diese Leistung werden wir deutlich erhöhen. Mit der nächsten Generation wird es möglich sein, die Aufnahme eines Gebietes alle drei Tage zu wiederholen und das mit einer deutlich verbesserten Bildauflösung von bis zu 5 m sowie einer noch höheren spektralen Genauigkeit. Dadurch können zum Beispiel Landwirte die Bewirtschaftung ihrer Felder noch besser planen, was zu einer erhöhten Ernährungssicherheit beitragen wird“, kommentiert Stephan Holsten, Leiter der Abteilung Erdbeobachtungsmissionen & Anwendungen in der Vorentwicklung bei OHB in einer Pressemitteilung.

Noch präzisere Ergebnisse

Um diese Ziele zu erreichen, gab Holsten bekannt, dass OHB gemeinsam mit seinen Partnern Hochtechnologien weiterentwickeln werde. Dazu gehören hochstabile, keramische Strukturen sowie Freiformoptiken. Diese Innovationen sollen sicherstellen, dass die Instrumente im Weltraum den Schwankungen in Temperatur und Vibration widerstehen können. Zudem sollen sie unter extremen Umweltbedingungen noch präzisere Ergebnisse liefern können. Holsten hob außerdem hervor, dass die ESA erneut Vertrauen in die Kompetenz von OHB bei der Entwicklung von Erdbeobachtungssatelliten setzt. Er betonte, dass dies in jeder Hinsicht einen bedeutenden Technologiesprung darstellt und dass OHB dazu beiträgt, Europas herausragende Fähigkeiten in der Umweltbeobachtung zu stärken. (ili/dpa)

 

 

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