Porträt 15. Jul 2022 Von Harald Weiss

Vodafone-Technikchefin: Aufsteigerin im Mobilfunk

Tanja Richter hat ihre ersten 100 Tagen als Cheftechnologin bei Vodafone Deutschland hinter sich. Gestartet ist sie damals bei Mannesmann.

Tanja Richter will immer an die Spitze – das gilt für die Elektrotechnikerin und Vodafone-Geschäftsführerin sowohl in ihrer Freizeit als auch im Beruf.
Foto: Vodafone

Das Jahr 1990 markierte eine Zeitenwende in der deutschen Telekommunikation. Damals erwarb der Mannesmann-Konzern die Lizenz zum Aufbau und Betrieb des ersten privaten Mobilfunk-D-Netzes in Deutschland. Mit seinem „D2-Privat“-Netz wollte sich das traditionsreiche Stahlunternehmen grundlegend modernisieren und zukunftsorientierter aufstellen.

Zeitgleich studierte die damals 25-jährige Tanja Richter an der Ruhr-Universität in Bochum und bereitete sich auf ihre Diplomarbeit im Fachbereich Elektrotechnik vor. Ihr Studium schloss sie 1993 als Diplom-Ingenieurin ab. Im selben Jahr machte sie im Rahmen eines Symposiums des Berufsverbands IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) in Baltimore mit einer Veröffentlichung zum Thema Schockwellen („An Experimental Study of Cavitation Effects due to Shock Waves“) erstmals auf sich aufmerksam.

Entscheidung für Trendbranche Mobilfunk nach dem Studium

Die Aufbruchstimmung, die damals vom privaten Mobilfunk ausging, faszinierte die technikverliebte Richter enorm. Sie beschloss, ein aktiver Teil dieser neuen dynamischen Entwicklung zu werden und begann direkt nach ihrem Studium bei Mannesmann-Mobilfunk. „Das Handy war damals ein schwerer, teurer Luxusgegenstand, mit dem man nur telefonieren konnte“, erinnert sie sich – ohne Kamera, MP3-Player oder Webbrowser und vor allem ohne Apps und App-Stores.

Mobilfunk: Wie Vodafone sich vor 22 Jahren Mannesmann und D2 schnappte

Den Aufbau eines privaten deutschen Mobilfunknetzes begann sie aktiv mitzugestalten, als Mannesmann im Jahr 2000 den Mobilfunkbereich an Vodafone verkaufte und Richter die Verantwortung für den weiteren Auf- und Ausbau des D2-Netzes übernahm. Das Netz war das Rückgrat aller weiteren Vodafone-Aktivitäten.

Eine Bilderbuchkarriere bis an die Spitze des Mobilfunks

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