VCI/VDI-Plattform „Chemistry4Climate“ 27. Apr. 2023 Von Marlies Schäfer Lesezeit: ca. 4 Minuten

Chemische Industrie will bis 2045 klimaneutral werden

Wie die deutsche Chemiebranche treibhausgasneutral werden kann, darüber haben Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zwei Jahre diskutiert. Gestern Abend wurden in Berlin Lösungen vorgestellt.

Stellten gestern in Berlin die VCI/VDI-Studie "Chemistry4Climate" vor: VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup (v.l.n.r.), Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und VDI-Direktor Dieter Westerkamp.
Foto: VCI/Simone M. Neumann

Die Chemische Industrie will bis 2045 klimaneutral werden. Eine Herkulesaufgabe, denn ein Totalumbau der energieintensiven Branche innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte ist mehr als anspruchsvoll. Darin waren sich die Vertreter der Initiative Chemistry4Climate (C4C) einig, die am Mittwoch in Berlin eine Studie zum Umbau der Chemischen Industrie vorgestellt haben. In der C4C hatten sich knapp 80 Partner aus Industrie, Nicht-Regierungsorganisationen und Politik zusammengeschlossen.

Die Studie zeigt anhand von drei Szenarien für eine klimaneutrale Chemie 2045, dass vor allem durch verstärktes Recycling mehr Kohlenstoff im Kreislauf gehalten werden muss. Außerdem muss eine große Menge Strom zu international wettbewerbsfähigen Preisen von etwa 4 bis 6 ct/kWh verfügbar sein. Schließlich benötigt eine klimaneutrale Chemie 2045 bis zu 508 Terawattstunden (TWh) aus erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff (bis zu 283 TWh), Biomasse (bis zu 29 Mio. t) und CO2 (bis zu 52 Mio. t). Eine Transformation – so die Experten der Studie – könne nur dann gelingen, wenn es in Deutschland zu einem massiv beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien sowie einem ambitionierten Wasserstoffhochlauf inklusive der jeweiligen Infrastruktur kommt.

Deutschland zum Vorbild für wettbewerbsfähige grüne Zukunftstechnologien machen

Die Bedingungen, die den Erfolg garantieren sollen, liegen also nicht allein bei der Chemieindustrie. Bei der Vorstellung der von VCI und VDI in Auftrag gegebenen Studie „Wie die Transformation der Chemie gelingen kann“ erklärte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup: „Das geballte Know-how aus Chemistry4Climate soll jetzt dazu beitragen, unser Land zu einem Vorbild für wettbewerbsfähige grüne Zukunftstechnologien zu machen.“ Denn gerade der Chemischen Industrie kommt bei der Umsetzung der Klimatransformation in den nächsten Jahrzehnten eine Schlüsselrolle zu.

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