Umweltschutz 25. Jan 2024 Lesezeit: ca. 1 Minute

Neuzulassung von Glyphosat: Umweltschützer starten rechtliche Schritte

Umweltschutzorganisationen planen vor dem Gericht der EU Klage gegen die erneute Zulassung von Glyphosat einzureichen.

PantherMedia B94285508
Umweltschützer fordern Verbot des Totalherbizids wegen Bedrohung von Biodiversität und Bienen.
Foto: panthermedia.net/ fotokostic

Die Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben rechtliche Schritte gegen die von der EU-Kommission genehmigte Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat eingeleitet. Am Mittwochabend stellten die Organisationen einen Antrag bei der EU-Kommission, die Genehmigung für Glyphosat aufzuheben, wie die Aurelia Stiftung, die sich auf Umweltschutz spezialisiert, bekannt gab. Danach planen sie, vor dem Gericht der EU in Luxemburg gegen die erneute Zulassung vorzugehen.

Lesen Sie weiter: Glyphosat darf weitere 10 Jahre verwendet werden

Im Dezember hat die EU-Kommission beschlossen, dass der Einsatz des Mittels in der EU für weitere zehn Jahre erlaubt ist. Zuvor konnte in einem Ausschuss keine eindeutige Entscheidung für oder gegen eine Fortsetzung getroffen werden. Infolgedessen hatte die Kommission das alleinige Entscheidungsrecht. Diskutiert wird insbesondere hinsichtlich der möglichen krebserregenden Wirkung von Glyphosat. Darüber hinaus werden Bedenken bezüglich potenzieller Umweltgefahren geäußert.

Lesen Sie auch: Agrartechnik: Innovationen, Effizienz und Nachhaltigkeit

Bayer kontra Umweltschützer

„Das Totalherbizid Glyphosat bedroht Biodiversität und Bienen“, zitiert die dpa die Aurelia Stiftung. Studien, die von unabhängigen Forschern durchgeführt wurden und nicht von Pestizidherstellern finanziert wurden, haben einen unmittelbar negativen Einfluss von Glyphosat auf die Gesundheit und Lebenserwartung bestäubender Insekten nachgewiesen.

Lesen Sie weiter: Regulierungsstopp, beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien, aber kein Glyphosatverbot: Ursula von der Leyen skizziert die Zukunftspläne der EU-Kommission

Bayer, der Hersteller von Glyphosat mit Sitz in Leverkusen, sieht dies anders und betont, dass es keine unter realistischen Bedingungen durchgeführte Studie gebe, die einen klaren Zusammenhang zwischen Glyphosat und Schädigungen der Gesundheit von Honigbienenvölkern belegt. (dpa/ili)

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Hochschule Mannheim

Professur "Werkstoffwissenschaften und Fertigungstechnologie" (w/m/d)

Mannheim
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

Universitätsprofessur (m/w/d) für Maschinenelemente, -konstruktion und Tribologie

Hannover
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

Universitätsprofessur (m/w/d) für Maschinenelemente, -konstruktion und Tribologie

Hannover
mdexx fan systems GmbH

Nachhaltigkeitsmanager (m/w/d)

Weyhe (bei Bremen)
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Leitung (w/m/d) des Geschäftsbereiches Baumanagement Land

Potsdam
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professor/Professorin bzw. Nachwuchsprofessur (m/w/d) für das Lehrgebiet "Grundlagen der Informatik, insbesondere Software Engineering"

Deggendorf
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Forschungsprofessur oder Nachwuchsprofessur (m/w/d) für das Lehrgebiet "Human-Centered Security"

Vilshofen
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professor/Professorin (m/w/d) für das Lehrgebiet "Angewandte Künstliche Intelligenz"

Deggendorf
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Sachbearbeiter/in für Elektrotechnik (m/w/d) im Baubereich Bundesbau

Potsdam
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

TGA-Ingenieurinnen / TGA-Ingenieure als Betriebsmanagerin/Betriebsmanager (w/m/d)

Berlin
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Meistgelesen aus der Kategorie Umwelt