Umweltschutz 25. Jan 2024 Lesezeit: ca. 3 Minuten

Neuzulassung von Glyphosat: Umweltschützer starten rechtliche Schritte

Umweltschutzorganisationen planen vor dem Gericht der EU Klage gegen die erneute Zulassung von Glyphosat einzureichen.

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Umweltschützer fordern Verbot des Totalherbizids wegen Bedrohung von Biodiversität und Bienen.
Foto: panthermedia.net/ fotokostic

Die Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben rechtliche Schritte gegen die von der EU-Kommission genehmigte Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat eingeleitet. Am Mittwochabend stellten die Organisationen einen Antrag bei der EU-Kommission, die Genehmigung für Glyphosat aufzuheben, wie die Aurelia Stiftung, die sich auf Umweltschutz spezialisiert, bekannt gab. Danach planen sie, vor dem Gericht der EU in Luxemburg gegen die erneute Zulassung vorzugehen.

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Im Dezember hat die EU-Kommission beschlossen, dass der Einsatz des Mittels in der EU für weitere zehn Jahre erlaubt ist. Zuvor konnte in einem Ausschuss keine eindeutige Entscheidung für oder gegen eine Fortsetzung getroffen werden. Infolgedessen hatte die Kommission das alleinige Entscheidungsrecht. Diskutiert wird insbesondere hinsichtlich der möglichen krebserregenden Wirkung von Glyphosat. Darüber hinaus werden Bedenken bezüglich potenzieller Umweltgefahren geäußert.

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Bayer kontra Umweltschützer

„Das Totalherbizid Glyphosat bedroht Biodiversität und Bienen“, zitiert die dpa die Aurelia Stiftung. Studien, die von unabhängigen Forschern durchgeführt wurden und nicht von Pestizidherstellern finanziert wurden, haben einen unmittelbar negativen Einfluss von Glyphosat auf die Gesundheit und Lebenserwartung bestäubender Insekten nachgewiesen.

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Bayer, der Hersteller von Glyphosat mit Sitz in Leverkusen, sieht dies anders und betont, dass es keine unter realistischen Bedingungen durchgeführte Studie gebe, die einen klaren Zusammenhang zwischen Glyphosat und Schädigungen der Gesundheit von Honigbienenvölkern belegt. (dpa/ili)

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