Brettspiele 20. Okt 2022 Von Carsten Krause

Spielen in Präsenz

Draußen wird es wieder nasser und kälter. Entsprechend waren in Essen bei der Messe „Spiel ‘22“ die Hallen wieder voll. Den rund 147 000 Besuchern wurden über 1800 neue Brettspielprodukte aus 56 Ländern vorgestellt. Einige Highlights stellen wir hier vor.

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Neuauflage einer Legende


Foto: Franckh-Kosmos Verlag

Zu den Messe-Titeln gehörten in diesem Jahr auch überarbeitete Neuauflagen von Spieleklassikern. So hat der Kosmos Verlag seine Catan-Variante „Aufbruch der Menschheit“ neu illustriert und gestaltet. Der Spielplan darin stellt die Weltkarte dar. Von Afrika aus wird die Welt entdeckt. Dazu werden die bekannten Spielprinzipien genutzt: Lager sinnvoll aufschlagen, um beim Würfeln die notwendigen Ressourcen zu erhalten, oder aber mit den Mitspielern (ver-)handeln. So werden neue Fertigkeiten entwickelt und über die Kontinente hinweg neue Lebensräume erschlossen. Das Spiel ist für drei bis vier Personen ab zwölf Jahren gedacht. Preis: ca. 45 €.

Ordnung in der Spielhölle


Foto: Eurohell Design

Verlage sparen bei Brettspielen öfter an Schachteleinlagen, wodurch der Inhalt oft lose herumfliegt. Um dieser „Hölle“ etwas entgegenzusetzen, haben Daniela Brodmann und Holger Lüttel nach dem Maschinenbaustudium die Firma Eurohell Design gegründet und 36 3D-Drucker angeschafft. Sie stellen nun hochwertige Schachteleinsätze für unterschiedlichste Brettspiele her. Die Einsätze sind thematisch passend gestaltet und reduzieren die Auf- und Abbauzeiten des Spielmaterials auf ein Minimum. Auch fürs Prototyping neuer Spielfiguren sind die Gründer gute Ansprechpartner. Je nach Ausstattung kosten Einsätze und Zubehör zwischen 2 € und 45 €.

Gewinner mit Rhythmus


Foto: Carsten Krause

Den Innovationspreis der Messe gewann 2022 das Spiel „Hey Yo“, herausgegeben von Oink Games, einem japanischen Verlag. Denn in der grünen Hey-Yo-Schachtel steckt neben Spielkarten eine kleine Rhythmusmaschine. Sie gibt den Takt für die Ablage der Spielkarten bei diesem kooperativen Spiel vor. Selbst weniger musikalische Menschen wippen im Takt der Musik. Ein wunderbarer Spielfluss entsteht. Werden dann die aufgedruckten Worte in den Beat gesprochen, entsteht ein „Flow“. Dem Erfolg steht nichts mehr im Wege. „Hey Yo“ eignet sich für zwei bis zehn Spielende. Preis: ca. 20 €.

Faires Karten-Duell


Foto: Nerdlab Games

In seinem Podcast spricht Marvin Hegen über das Brettspieleentwickeln. Im Austausch mit vielen bekannten Spieleautoren reifte die Idee, ein eigenes Kartenspiel zu entwickeln, bei dem alles verschwinden sollte, was Spieler bei anderen Sammelkartenspielen wie „Magic“ oder „Pokémon“ stört: starke, aber auch zu teure Karten, eine große Zufälligkeit und eine zu hohe Komplexität. Gleichzeitig sollten aber strategische Tiefe, herausfordernde Entscheidungen und verrückte Kartenkombinationen erhalten bleiben. Herausgekommen ist „Mindbug“, ein humorvoll und nerdig gestaltetes Kartenspiel-Duell, ein echter Hingucker und ein spieltaktischer Leckerbissen. Das Spiel ist in Deutsch und Englisch verfügbar. Preis: ca. 15 €.

Wohnung wird Spielbrett


Foto: Carsten Krause

Ein äußerst spaßiges Erlebnis ist „Spaceship Unity“ von Pegasus Spiele. Die Spielenden erleben gemeinsam mehrere Episoden einer Geschichte. Dabei werden die eigene Wohnung und Einrichtungsgegenstände zum Teil des Spiels: Bücher werden zur Datenbank, Smartphones zu optischen Scannern, Handtücher zu Schutzschirmen, Socken zu Laserwaffen und Staubsauger zu Sprungantrieben. Gewinnen oder Verlieren steht nicht im Vordergrund, die Story geht immer weiter. Allerdings kann das Abschneiden bei den praktischen Aufgaben Konsequenzen für den Fortgang der Geschichte haben. Das Spiel für zwei bis vier Personen kostet ca. 50 €. Ein Probespiel zum Kennenlernen gibts unter www.is.gd/SpaceUnity.

Ja, wo laufen sie denn?


Foto: Carsten Krause

Bei dem Familienspiel „Die Wandelnden Türme“ versuchen zwei bis sechs Spielende im Wettlauf auf einem Rundparcours ihre Zauberer als Erste in die Zielburg zu bringen. Dabei können sie auf diesem Parcours nicht nur mit ihren Figuren laufen, sondern auch gleich ganze Türme oder Turmstockwerke bewegen. Immer wieder stapeln sich so die optisch schön gestalteten 3D-Türme neu zusammen. Da heißt es, sich gut zu merken, wo sich die eigenen Zauberer gerade befinden, denn fremde Zauberer einzufangen, bringt wertvolle Zaubertränke. Mit einer angenehmen Spieldauer von ca. 30 min sorgt es auch in reinen Erwachsenenrunden für gute Unterhaltung. Das Spiel aus dem Abacusspiele Verlag ist für ca. 35 € erhältlich.

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