World Robotics Report 2023 26. Sep 2023 Von Martin Ciupek Lesezeit: ca. 2 Minuten

Asien macht bei der Neuinstallation von Robotern Tempo

Weltweit stieg die Zahl der neu installierten Roboter voriges Jahr um 5 %. Auffallend: Über 70 % dieser Roboter wurden laut der internationalen Robotik-Vereinigung (IFR) in Asien aufgestellt. In Deutschland wuchs der operative Bestand.

Die meisten Industrieroboter werden inzwischen nicht mehr in der Automobilindustrie eingesetzt, sondern in anderen Branchen. Auf der Industriemesse EMO in Hannover waren im September 2023 beispielsweise zahreiche Roboter zu sehen, die Prozesse rund um Werkzeugmaschinen automatisieren.
Foto: M. Ciupek

Schon in den vergangenen Jahren wurden auffällig viele Industrieroboter in Asien und insbesondere China neu installiert. Dieser Trend setzt sich nach den heute vorgestellten Zahlen des „World Robotics Report 2023“ fort. Laut der International Federation of Robotics (IFR) wurden 2022 insgesamt 553 052 Industrieroboter in Fabriken auf der ganzen Welt neu aufgestellt. Das entspricht einer Wachstumsrate von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil hatten daran Abnehmer aus Asien mit 73 %, gefolgt von Europa mit 15 % und Nord- und Südamerika (10 %).

Im Branchenvergleich legten vor allem die Investitionen aus dem Automobilbereich zu. Dagegen gingen die Investitionen im Maschinenbau und in der kunststoffverarbeitenden Industrie zurück, die in der Zeit der Corona-Einschränkungen besonders zugelegt hatten.

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Insgesamt haben sich die Verhältnisse in den vergangenen zehn Jahren jedoch verschoben. Gingen 2012 noch 42 % der neuen Industrieroboter in die Automobilindustrie, waren es 2020 lediglich 25 %. Der Einsatz von Robotern in der Elektronikindustrie wuchs dagegen im gleichen Zeitraum von 20 % auf 28 %. Den größten Anteil verzeichnet inzwischen die „General Industry“, darunter fallen Abnehmer aus Branchen wie der Metallindustrie, der Lebensmitteltechnik oder Medizin und Pharma.

China baut Robotereinsatz am stärksten aus

Der mit Abstand größte Markt der Welt ist China. Im Laufe des Jahres 2022 wurden allein dort 290 258 Einheiten neu aufgestellt – ein neuer Rekordwert. Das ist mehr als die Hälfte der weltweiten Installationen und entspricht einem jährlichen Wachstum von 5 %. Der jüngste Zuwachs ist bemerkenswert, denn er übertrifft sogar das Ergebnis von 2021, das einen Sprung von 57 % im Vergleich zu 2020 bedeutete. Um diesen dynamischen Markt zu bedienen, haben in- und ausländische Roboteranbieter Produktionsstätten in China errichtet und ihre Kapazitäten kontinuierlich ausgebaut. Im Zeitraum von 2017 bis 2022 sind die jährlichen Roboterinstallationen dort im Durchschnitt jedes Jahr um 13 % gewachsen.

Im Vergleich dazu wuchs der Markt mit den meisten installierten Robotern pro 10 000 Beschäftigten, Südkorea, nur noch leicht. 1% mehr Einheiten wurden gegenüber 2021 aufgestellt, wodurch die Installationen auf 31 716 anstiegen. Das sind immer noch mehr als in Deutschland.

Deutschland installiert weniger Roboter, legt aber beim operativen Bestand zu

Mit 25 636 neu installierten Robotern wurde in der Bundesrepublik 2022 immerhin das drittbeste Jahresergebnis erzielt. Dabei lagen die Verkaufszahlen laut IFR mit minus 1 % nur knapp hinter dem Vorjahresergebnis. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2018 betrug 26 723 Einheiten. Dennoch hat die deutsche Wirtschaft einen neuen Spitzenwert beim Einsatz von Industrierobotern erreicht: Der operative Bestand stieg auf 259 636 Einheiten. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

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Langfristig erwartet die IFR, dass das Wachstum sich abschwächen oder es sogar zu einem Abschwung kommen wird. Trotzdem rechnet die Branchenvereinigung damit, dass die Marke von 600 000 installierten Einheiten 2024 noch erreicht werden kann.

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