Verbrenner bringen weiterhin das Geld 15. Jan 2024 Von Dominik Hochwarth Lesezeit: ca. 2 Minuten

BMW beklagt fehlende Gewinnmarge bei E-Autos

E-Autos sind für den Autokäufer im Vergleich teurer als Verbrenner, aber bei den Autoherstellern bleibt davon nichts hängen. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben, glaubt BMW.

Im Stammwerk in München werden ab 2026 Limousinen der neuen Klasse gebaut. Im Bild: Visionsfahrzeug.
Foto: Fabian Kirchbauer Photography

Autokäufer müssen mit einem satten Aufschlag rechnen, wenn sie sich für ein E-Auto entscheiden. Wegen der hohen Produktionskosten landet dieser Aufschlag jedoch nicht in den Taschen der Autokonzerne. „Wir verdienen Geld. Aber von Margengleichheit kann aktuell noch keine Rede sein“, sagte BMW-Finanzvorstand Walter Mertl vor Journalisten in München. Er geht davon aus, dass sich dies nicht so schnell ändern wird, auch 2026 lässt sich mit Verbrennern noch mehr verdienen.

BMW will Produktionskosten senken

Ab 2025 führt BMW eine neue Klasse von Elektroautos ein, die auf einer speziell für E-Autos entwickelten Plattform basieren. Diese beinhaltet neue Batteriezellen und eine neue Software. Das Ziel des Konzerns ist es, durch diese Neuerungen die Produktionskosten signifikant zu reduzieren.

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Laut Aussage von Mertl werden sich die Margen durch die neue Klasse weiter angleichen, allerdings werden sie sich nicht vor 2026 angleichen. Er erwähnt zudem, dass der aktuelle „fünfte Generation BEV-Antriebsstrang“ noch bis in die 2030er-Jahre im Einsatz sein wird.

Anteil verkaufter E-Autos soll von 15 % auf 20 % steigen

Im vergangenen Jahr verkaufte BMW 15 % seiner Fahrzeuge mit vollelektrischem Antrieb, und für dieses Jahr ist das Ziel, diesen Anteil auf 20 % zu steigern. Laut Mertl wurde letztes Jahr wahrscheinlich der Wendepunkt bei Verbrennungsmotoren erreicht. Er führt an, dass die CO2-Regulierungen in vielen Regionen ein weiteres Wachstum unwahrscheinlich machen.

Mertl prognostiziert weiterhin, dass das derzeitige Absatzniveau von Verbrennerfahrzeugen stabil bleiben und dann leicht sinken wird, während der Absatz von Elektroautos zunehmend steigt. BMW verkaufte letztes Jahr nahezu 2,6 Mio. Fahrzeuge und zielt darauf ab, bis 2030 jährlich 3 Mio. Fahrzeuge zu verkaufen.

Preissturz bei E-Autos?

Laut Mertl reicht der aktuelle Auftragsbestand bis ins zweite Quartal, was eine anhaltend hohe Nachfrage zeigt. Er merkt jedoch an, dass der zunehmende Wettbewerb den Druck auf die Verkaufspreise erhöht. Trotz der strengen Preispolitik von BMW könnte es notwendig werden, in bestimmten Preiskategorien Rabatte anzubieten.

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Volkswagen gewährt unter dem Namen „Umweltprämie“ bis Ende März großzügige Rabatte auf ihre ID-Modelle. Nach der Ankündigung von VW zogen Renault und BYD nach und senkten die Listenpreise für bestimmte E-Modelle. Experten und Händler schätzen, dass Rabatte auf E-Autos von Dauer sein könnten und sehen einen Preiskampf in Europa aufziehen.

Im Luxussegment liegt BMW hinter Mercedes

Im Bereich der Premiumautos behauptet sich BMW seit drei Jahren als weltweiter Marktführer. Kein anderer Hersteller übertrifft die Münchener in Bezug auf den Absatz von hochpreisigen Fahrzeugen. Allerdings hinkt BMW in der besonders prestigeträchtigen Kategorie der Luxuslimousinen, die Gewinnmargen von über 20 % ermöglichen, nach wie vor hinterher im Vergleich zu Mercedes.

Darauf angesprochen, erklärt der BMW-Finanzvorstand: „Natürlich ist es schön, mehr als 10 % Absatzanteil in diesem hochpreisigen Segment zu haben. Wir haben circa 5 %.“ Er sieht BMW dennoch auf einem guten Weg, der 7er würde sich gut durchsetzen. „Wir haben das Potenzial, über 5 % zu kommen.“ (dpa/hoc)

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