Erneuerbare Energien 01. Jun 2023 Von Stephan W. Eder Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wind, Solar & Co. weltweit auf Wachstumspfad

Die Internationale Energieagentur erwartet dieses Jahr einen sprunghaften Anstieg der Ökostromkapazitäten um ein Drittel weltweit. Eine deutsche Studie zu Windkraft sieht die Branche ebenfalls auf Wachstumskurs.

Onshore-Windkraft in Deutschland: Der Zubau soll in diesem Jahr wieder in Schwung kommen, Fachkräftemangel und Probleme mit Teilen der Lieferkette bremsen jedoch die Dynamik, fürchtet die Branche.
Foto: Joerg Boethling

Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris sieht die weltweite Energiekrise als Katalysator für den weiteren globalen Ausbau von Ökostromkapazitäten, allen voran Photovoltaik und Windkraft. Dies, so die am 1. Juni 2023 erschienene neueste Ausgabe von „Renewable Energy Market Updates“ der IEA, werde in diesem Jahr auf gut 4500 GW installierte Ökostromkapazität weltweit insgesamt führen. Treiber dahinter, so die IEA, sei die Kombination aus politischen Vorgaben zum Ausbau erneuerbarer Energien, höheren Preisen fossiler Energieträger und dem Thema Versorgungssicherheit, also Abhängigkeit von Energieimporten.

Solar: Die Branche boomt wie nie zuvor, in Deutschland und weltweit

Die IEA rechnet 2023 mit einem „sprunghaften Anstieg“ der jährlich neu installierten Erzeugungskapazitäten um ein Drittel (107 GW) auf dann 440 GW neu gebauter Ökostromleistung. „Solar und Wind führen die schnelle Expansion der neuen weltweiten Energiewirtschaft an“, betonte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. Der Löwenanteil davon – rund zwei Drittel des Wachstums – entfällt dem Bericht zufolge auf Photovoltaik: Wurden im letzten Jahr 220 GW Nennleistung neu errichtet, sollen es in diesem Jahr 287 GW sein. Windkraft, die zweite Säule des Ökostromausbaus – auf die sich vor allem Europa und auch Deutschland sehr stark stützen –, wächst zwar auch (Zubau 74,4 GW 2022 auf 114,1 GW 2023), aber entwickelt aus verschiedenen Gründen eine nicht ganz so starke Dynamik.

Windkraft: Branche sieht sich auf Wachstumspfad, Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel drücken auf die Stimmung

Elfter WindEnergy trend:index. Erwartete Entwicklung der Onshore-Windenergie innerhalb der kommenden zwei Jahre.

Foto: Hamburg Messe und Congress/Wind:research

Elfter WindEnergy trend:index. Erwartete Turbinengröße im Schnitt im Jahr 2030 für Onshore-Windkraftanlagen.

Foto: Hamburg Messe und Congress/Wind:research

Elfter WindEnergy trend:index: erwartete Turbinengröße im Schnitt im Jahr 2030 für Offshore-Windkraftanlagen.

Foto: Hamburg Messe und Congress/Wind:research

Elfter WindEnergy trend:index: Bedeutung der Ausbildung für den Zubau von Onshore-Windkraft in Deutschland innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Foto: Hamburg Messe und Congress/Wind:research

2023 werde das Jahr sein, so die IEA, in dem die Windkraft nach mehreren schwierigen Jahren wieder Fahrt aufnimmt. Vor allem in den Corona-Jahren verzögerte Projekte kämen in die Umsetzung und ans Netz. Die Stimmung in der Windindustrie in Deutschland sei weiterhin gut, berichtet denn auch am 1. Juni 2023 die elfte Ausgabe des WindEnergy trend:index (WEtix), den das Marktforschungsunternehmen Trend:research für die Leitmesse Windenergy in Hamburg erstellt. Erneut seien dabei die Rahmenbedingungen für die Windenergie als weitestgehend positiv eingeschätzt worden.

Ausbau von Windkraft an Land wird ausgebremst durch Preissteigerungen und Zinsanstieg

Zwar wird die Windindustrie dem Bericht zufolge weiterhin größtenteils optimistisch betrachtet, dennoch bestehen auch gewisse Sorgen der Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer. „Die allgemeinen Sorgen rund um den Fachkräftemangel spiegelt auch dieser WEtix wider. Die Frage nach der Bedeutung von Bildungsangeboten für die Windenergie wurde von über 66 % als hoch oder sehr hoch eingeschätzt“, so die Windenergy in einer Mitteilung. Auch leide die Branche immer noch unter Sorgen um gestörte Lieferketten. Im Gegensatz zur Photovoltaik würden die Zulieferketten nicht in erforderlichem Maße wachsen, um den wachsenden Bedarf decken zu können, konstatierte auch die IEA. Hintergründe hier seien steigende Komponentenpreise.

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