Anteil noch niedrig, aber: 19. Jan. 2024 Von Dominik Hochwarth Lesezeit: ca. 2 Minuten

Immer mehr Boote schippern elektrisch über deutsche Gewässer

Zwar sind auf deutschen Gewässern immer mehr Elektroboote unterwegs, doch der Anteil sei nach wie vor gering und es mangelt an Ladestationen, moniert ein Branchenverband.

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Der Anteil der Elektroboote auf deutschen Gewässern hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt.
Foto: PantherMedia / VitalikRadko

Die Nutzung von Elektrobooten auf Deutschlands Gewässern nimmt zu. Aktuell werden etwa 2,5 % der Freizeitboote elektrisch betrieben, schätzt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft gegenüber der Deutschen Presseagentur Düsseldorf. Dort beginnt am Samstag die Wassersportmesse Boot. Vor drei Jahren hätte der Anteil noch bei unter 1 % gelegen. Der überwiegende Teil der Boote wird weiterhin mit Verbrennungsmotoren angetrieben oder ist ausschließlich zum Segeln konzipiert. Die genannte Prozentzahl basiert auf Schätzungen, die durch Gespräche mit Händlern fundiert sind.

Reichweite von Elektrobooten deutlich niedriger

Wenn Elektroboote genutzt werden, dann passiert das hauptsächlich in Binnengewässern. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass Stromer eine deutlich geringere Reichweite haben. Auf dem Meer werden daher meist noch Verbrenner oder eben Segelschiffe genutzt.

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Um Elektroboote im Wassersport weitverbreitet zu etablieren, betont Stahlhut die Notwendigkeit, vermehrt Ladestationen in Häfen und an Anlegestellen zu installieren. Während Elektroantriebe momentan hauptsächlich bei kleineren Booten, den sogenannten Außenbordern, verbreitet sind – deren Akkus man nach dem Anlegen entnehmen und separat aufladen kann –, besteht bei größeren Schiffen, den Innenbordern, ein deutlicher Bedarf an festen Lademöglichkeiten direkt an den Liegeplätzen.

Es mangelt an Ladestationen direkt an den Liegeplätzen

Stahlhut weist darauf hin, dass es an Ladestationen direkt an den Liegeplätzen mangelt. Für Hafenbetreiber rechnen sich Investitionen in Schnellladestationen aktuell nicht. Er beschreibt das Dilemma als Henne-Ei-Problem: Die geringe Nachfrage nach Elektro-Innenbordern resultiert aus der Knappheit an Schnellladestationen, während gleichzeitig die geringe Anzahl an Stationen durch die niedrige Nachfrage bedingt ist.

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Stahlhut fordert daher ein staatliches Förderprogramm, um den Aufbau solcher Ladestationen finanziell zu unterstützen. Er ist überzeugt, dass durch solche Anschubfinanzierungen die Elektromobilität auf dem Wasser deutlich an Schwung gewinnen würde.

Auf der am 20. Januar beginnenden Wassersportmesse Boot präsentieren über 1500 Aussteller auf einer Fläche von 220 000 m2 ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Die Messe, die für das Publikum zugänglich ist, stellt etwa 1100 Jachten und weitere Boote aus. Zusätzlich bieten die Aussteller bis zum 28. Januar eine Vielfalt an Kanus, Wakeboards, Bootszubehör und Tauchausrüstungen. Im Vorjahr verzeichnete die Messe laut Veranstalterangaben nahezu 237 000 Besucherinnen und Besucher. (dpa/hoc)

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