Lieferketten 16. Jan 2024 Von André Weikard Lesezeit: ca. 2 Minuten

8 Trends im Supply-Chain-Management 2024

Regulatorische Anforderungen an die Lieferketten steigen ebenso wie Unsicherheiten im Welthandel. Diese Themen sollten Einkaufsmanager auf dem Schirm haben.

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Auch 2024 zeichnen sich wieder Unsicherheiten bei den Lieferketten ab.
Foto: PantherMedia / YuriArcurs

Wiederholte Angriffe auf Frachter im Roten Meer haben der Welt erst jüngst wieder die Verwundbarkeit globaler Lieferketten vor Augen geführt. Und die drastischen Folgen: mehrwöchige Produktionsstopps in der Automobilindustrie etwa. Wir haben die Experten beim Werkstoffhändler und Lieferkettenspezialisten thyssenkrupp Materials Services gebeten, die wesentlichen Trends im Lieferkettenmanagement für das junge Jahr aufzulisten.

Lieferketten 2024: „Wir sehen einen klaren Bedarf nach flexiblen Lösungen“

Martin Stillger, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp Materials Services, erläutert vorweg: „In einer zunehmend unberechenbaren Welt, in der Ressourcen immer knapper werden, müssen Bedarfe und Lieferketten so vorausschauend, effizient und resilient wie möglich gemanagt werden.“ Intelligentes Supply-Chain-Management sei eine wichtige Säule für den weltweit führenden Werkstoffhändler und -dienstleister, so Stillger weiter. „Denn wir sehen bei unseren Kunden einen klaren Bedarf nach flexiblen Lösungen, um den wirtschaftlichen und regulatorischen Anforderungen an Lieferketten zu begegnen.“ Zudem müssten unterschiedliche Themenbereiche wie Geschäftsstrategien, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Risiko- sowie Supply-Chain-Management „mehr denn je zusammengedacht werden“.

Diese acht Trends hat thyssenkrupp Materials Services identifiziert, die 2024 bestimmen werden:

1. Digitalisierung, KI und Advanced Analytics

Aus Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsgründen gilt: Entscheider müssen alles über ihre Lieferketten wissen – und das geht nur mit fortschrittlichen digitalen Lösungen. Sie bieten Entscheidungsgrundlagen auf umfassender Datenbasis. Nur digital können Unternehmen also wirtschaftlich und im Sinne des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz agieren.

2. Echtzeit-Tracking und Resilienz

Das vergangene Jahr hat einmal mehr gezeigt, dass Reaktionszeiten immer kürzer werden – wer zu spät von potenziell disruptiven Ereignissen erfährt, kann nicht rechtzeitig handeln und trägt schlimmstenfalls wirtschaftliche Konsequenzen davon. Für die Resilienz global gespannter Lieferketten ist das Echtzeit-Tracking daher unerlässlich, denn schnelle und flexible Reaktionen schaffen Versorgungssicherheit.

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3. Nachhaltigkeit

Klima, Planet und globale Gesellschaft müssen geschützt werden. Nachhaltigkeit muss daher bei jeder wirtschaftlichen Entscheidung mitgedacht werden – und gleichzeitig sollte klar sein: Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif. Die konsequente Verknüpfung von Business und Nachhaltigkeit ist geboten.

4. Kollaborative Plattformen

Auf kollaborativen Plattformen tauschen Unternehmen einer Lieferkette relevante Daten aus und verbessern so die Planbarkeit für alle Beteiligten, insbesondere wenn unvorhersehbare Ereignisse die Lieferkette beeinflussen. Dies funktioniert nur durch ein bisher kaum gekanntes Maß an gegenseitigem Vertrauen und Zusammenarbeit. Alleingänge und Silodenken haben in der Wirtschaft von morgen keinen Platz mehr.

5. Cost und Cash Management

Die Inflation trifft alle. Während die Prognosen für 2024 zumindest teilweise vorsichtig optimistisch sind, haben Entscheider in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt, wie schnell aus einer Prognose Schnee von gestern werden kann. Um weiterhin wirtschaftlich agieren zu können, benötigt es eine gesunde Verbindung aus Weitblick und Flexibilität.

6. Dezentralisierung und Regionalisierung

Die geopolitischen Ereignisse im Jahr 2023 haben erneut unterstrichen, dass Abhängigkeiten in Lieferketten vermieden werden sollten. Diversifizierte Liefernetzwerke sowie kürzere Transportwege sind effektiver Bestandteil eines durchdachten Risikomanagements.

7. Customer-Centricity

Eine Welt im Wandel führt zu neuen Kundenanforderungen. Unternehmen müssen jetzt mehr denn je die Bedürfnisse und Pain Points ihrer Kunden verstehen, um sie zu halten. Auch Forschung und Entwicklung sollten darauf ausgerichtet sein, Bedürfnisse zu erfüllen – sonst können sie in der unsicheren konjunkturellen Lage zu verlorenen Investitionen werden.

8. Technologieintegrierte Lager- und Inventarverwaltung

Gerade mit Blick auf den anhaltenden Fachkräftemangel sollten Unternehmen sich auf die Automatisierung konzentrieren. Das schont nicht nur personelle Ressourcen, sondern ermöglicht auch schnellere Prozesse und kürzere Reaktionszeiten. Ein echter Vorteil, vor allem, da Kunden zunehmend schnellere Lieferungen von kleineren Mengen wünschen.

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