Urban Mining 07. Okt 2022 Von Eckart Pasche

Bergbau: Grubenwässer könnten strategische Rohstoffe liefern

Im Ruhrgebiet untersucht ein Forschungsteam, ob und wie sich aus Grubenwässern strategische Rohstoffe extrahieren lassen.

Welche Wertstoffe stecken im Grubenwasser? Bastian Reker vom Forschungszentrum Nachbergbau untersucht im Projekt „IAW3³“ das Potenzial neuer Aufbereitungstechnologien.
Foto: THGA/Volker Wiciok

Angesichts knapper Ressourcen und steigender Energiepreise wird nach Alternativen gesucht, Rohstoffe zu gewinnen, ohne sich von unzuverlässigen Lieferanten abhängig zu machen. Es gilt, neue Wege zu finden, um Wertstoffe ökologisch und wirtschaftlich zu gewinnen. Welche ungewöhnlichen Ideen daraus erfolgen können, zeigt ein neues Projekt, das am Forschungszentrum Nachbergbau der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) Bochum gestartet ist: In den kommenden zwei Jahren untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Projekt „IAW3³“, ob sich aus Grubenwässern noch strategische Rohstoffe gewinnen lassen und welche Methoden sich dazu am besten eignen.

Mithilfe neuer Aufbereitungstechnologien sollen vor allem kritische Metalle extrahiert werden. Dabei werden nicht nur die Grubenwässer selbst betrachtet, sondern auch deren Fällungsprodukte und Aufbereitungsrückstände begutachtet.

Kohleausstieg: Ewige Lasten, neue Chancen

Nachbergbau birgt neue Chancen für Urban Mining

„Nachbergbau bedeutet für uns nicht nur die Bewältigung von Herausforderungen, die uns der Steinkohlenbergbau hinterlassen hat. Im Bereich des Nachbergbaus gilt es auch, neue Möglichkeiten und Chancen in den ehemaligen Steinkohlerevieren zu entwickeln“, sagt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, die das Projekt zunächst bis 2024 finanziert. „Das neue Forschungsprojekt rund um die Gewinnung strategischer Rohstoffe aus Grubenwasser ist ein hoch spannendes und auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Zukunftsfeld. Es kann dazu beitragen, Abhängigkeiten in der Rohstoffgewinnung zu verringern. Wie wichtig Unabhängigkeit auf diesem Gebiet sein kann, wird uns dieser Tage besonders vor Augen geführt.“

Der Bergbau geht, der Abfall bleibt

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