Forward AM Technologies GmbH 04. Juli 2024 Von Stefan Asche Lesezeit: ca. 1 Minute

BASF gliedert sein gesamtes 3D-Druck-Geschäft aus

Im Rahmen eines Management-Buy-Outs entsteht die Forward AM Technologies GmbH. Bisherige Kunden der BASF-AM-Sparte sollen vom Umbruch bestenfalls nichts spüren.

Der Konzern BASF gibt alles ab, was er in Sachen 3D-Druck bisher auf den Weg gebracht hat, darunter die Materialentwicklung und Druckdienstleistung.
Foto: panthermedia.net/ RomboStudio

Die Führung von BASF Forward AM, angeführt von CEO Martin Back, erwirbt das gesamte AM-Geschäft (Additive Manufacturing) des BASF-Konzerns. Im Rahmen dieses Management-Buy-Outs (MBO) entsteht die Forward AM Technologies GmbH. Die Übernahme umfasst das Materialgeschäft, einschlägige Ingenieurdienstleistungen sowie das Druckdienstleistungsgeschäft, welches BASF im November 2019 vom französischen Unternehmen Sculpteo übernommen hatte.

BASF hat den MBO unterstützt

Mit Unterstützung der BASF zielt diese strategische Akquisition darauf ab, die Kundenbetreuung zu verbessern, Innovation zu beschleunigen und die Reaktionsfähigkeit am Markt zu verbessern. Die neue Gesellschaft wird die Kontrolle über sämtliche Schutzrechte, die Supply Chains und den Maschinenpark behalten. Das Unternehmen erwartet, alle vertraglichen Verpflichtungen ohne Unterbrechung erfüllen zu können.

Forward AM ist stark gewachsen, hat aber auch starke Konkurrenz

Die bisherige Konzernsparte Forward AM war in den letzten beiden Jahren um durchschnittlich 30 % gewachsen – also etwa doppelt so schnell wie die AM-Industrie insgesamt. Aber der Wettbewerb, speziell im Materialmarkt, ist hart: Maschinenhersteller wie Prusa, Stratasys oder Bambu Labs stellen immer mehr eigene Filamente her. Im Pulverbereich sind Evonik und Arkema stark. Und bei den Harzen hat Henkel ein bedeutendes Wort mitzureden.

Martin Back: „Es ist eine sehr aufregende Zeit, Teil der AM-Industrie zu sein. Wir wissen, dass die Fertigungsbranche mit zunehmender Volatilität und Ungewissheit konfrontiert ist.“ Dies steigere die Nachfrage nach verlässlichen Partnern, nachhaltigen Materialien und agilen Lösungen. „Im Team werden wir beweisen, dass AM-Technologien für die Zukunft der Fertigung unverzichtbar sind. Gemeinsam werden wir weiter voranschreiten.“

Kundenfragen in Bezug auf die Ausgliederung beantwortet das neue Unternehmen auf der Webseite.

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