Podcast "Druckwelle" 27. Juni 2024 Von Stefan Asche Lesezeit: ca. 1 Minute

Gerd Witt, der „Prof. 3D-Druck“, hat große Pläne im Ruhestand

Niemals müde: Gerd Witt. Jüngst wurde er von der Uni Duisburg-Essen in den Ruhestand verabschiedet. Nun plant er ein 3D-Druck-Kompetenzzentrum im Ruhrgebiet, unterstützt Jungunternehmen und liebäugelt mit einem eigenen Start-up. Details dazu im Podcast „Druckwelle“.

Gerd Witt dreht im Ruhestand noch mal richtig auf. Details zu seinen Plänen verrät der "Prof. 3D-Druck" im Podcast "Druckwelle".
Foto: Gerd Witt

Gerd Witt zählt zweifelsohne zu den erfahrensten Experten für Additive Manufacturing (AM) in Deutschland. In Fachkreisen wird der jüngst emeritierte Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungstechnik an der Universität Duisburg-Essen auch „Prof. 3D-Druck“ genannt. Er ist Beirat in mehreren Firmen und Institutionen, ist Ehrenvorsitzender der Rapid.Tech 3D in Erfurt, aktiv im VDMA und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses „Additive Manufacturing“.

Auch additiv gefertigte Kunststoffteile begeistern den gebürtigen Sachsen. Neue Polymere könnten in bestimmten Anwendungsfällen sogar Metalle ersetzen.

Foto: Gerd Witt

Im Rahmen des Metalldrucks begeistert sich Gerd Witt für amorphe und gradierte Materialien.

Foto: Gerd Witt

Immer engagiert für die additive Fertigung: Gerd Witt im Gespräch mit Wolfgang Tiefensee, dem Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft.

Foto: Gerd Witt

Materialentwicklung im 3D-Drucker

In der jüngsten Folge des Podcasts „Druckwelle“ erklärt er, wie sich die junge Technologie mutmaßlich weiterentwickeln wird. Eine große Dynamik erwartet er u. a. bei den genutzten Materialien und den daraus resultierenden Produkteigenschaften. Als Beispiel verweist er auf metallische Gläser, die sich erst mittels 3D-Druck vergleichsweise einfach herstellen bzw. in Form bringen ließen. Nicht weniger interessant seien neue Kunststoffe, die – je nach Einsatzgebiet – sogar Metalle ersetzen könnten.

Lesetipp: Amorphe Metalle in Serie drucken

3D-Druck-Kompetenzzentrum in Duisburg

Ferner berichtet der umtriebige Ingenieur von seinem persönlichen Engagement für AM-Start-ups. Aktuell greift er zwei Teams unter die Arme. Bald schon könnten es mehr werden: Witt plant ein 3D-Druck-Kompetenzzentrum in Duisburg. Hier sollen Mittelständler aus dem Ruhrgebiet sich mit der jungen Technologie vertraut machen können. Außerdem sollen am geplanten Standort, dem Duisburger Hafen, einschlägige Gründer Unterstützung finden.

Lesetipp: Rheinmetall macht den 3D-Druck mobil

Am Ende verrät der begeisterte Hobbyschrauber und Oldtimer-Fan, dass er sich vorstellen könnte, selbst ein Unternehmen zu gründen. Inhaltlich schwebt ihm eine Kombination aus AM und KI vor. Was ihm noch fehle, seien die richtigen Mitstreiter …

Prädikat: unterhaltsam!

Hier gehts zu Episode 86 von „Druckwelle“: „Prof. 3D-Druck“ im kreativen Unruhestand

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