Additive Fertigung: Das tauchende Auge 06. Okt 2022 Von Stefan Asche

Portable Unterwasserdrohne für rund 1000 €

Das Mini-U-Boot eines französischen Ingenieurs kann Offshore-Anlagen inspizieren, Schiffsrümpfe nach Leckagen absuchen und Fische in Aquakulturen beobachten. Pipelines überwachen kann es auch.

Vier E-Motoren lassen das Mini-U-Boot in eine Tiefe von bis zu 100 m abtauchen.
Foto: Nicolas Boraccin/Bentix

Das erschwingliche Unterwassergefährt „BentiX“ von Entwickler Nicolas Boraccino ist nur 30 cm lang, 25 cm breit und 15 cm hoch. Es wiegt 5 kg. Die Hülle stammt aus einem 3D-Drucker. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter versucht der Ingenieur von der Universität Lille derzeit, ein Startkapital in Höhe von 50 000 € einzusammeln. Die Mindestanlagesumme liegt bei 10 €. Wer mehr investiert, sichert sich kleinere Geschenke. Ab einer Überweisung von 1000 € winkt sogar ein Prototyp.

BentiX‘ großer Bruder mit KI an Bord

Wie die meisten Unterwasserdrohnen ist die BentiX über ein Kabel mit einer oberflächennahen Joystick-Fernbedienung verbunden. Der Benutzer sieht auf einem Display, was die Drohne mit ihrer Kamera aufnimmt. Ein LED-Scheinwerfer taucht die gefilmten Objekte in helles Licht. Mit jeweils zwei vertikalen und horizontalen elektrischen Triebwerken lässt sich die Drohne auf und ab, vorwärts und rückwärts sowie nach links oder rechts lenken.

Maximale Tauchtiefe liegt bei 100 m

Die kommerzielle BentiX-Version soll eine maximale Tauchtiefe von 100 m erreichen und sich mit bis zu 2 m/s vorwärtsbewegen. Als Energiequelle dient eine Lithium-Ionen-Batterie an Bord, die eine Kapazität von rund 30 Ah hat. Laut dem Entwickler soll das für einen bis zu dreistündigen Betrieb ausreichen. Die Ladezeit liegt den Angaben nach bei rund anderthalb Stunden.

Technik zum Tauchen und Schnorcheln

BentiX ist nicht nur für Unterwasserkundler gedacht. Die Drohne kann laut Entwickler auch Betreibern von Aquafarmen helfen, ihre Bestände und deren Gesundheit zu kontrollieren. Sie ließe sich zur Erkundung von Fahrzeugen und Gebäuden einsetzen, die sich ganz oder teilweise unter Wasser befinden – wie Schiffe und Fundamente von Brücken, Kai- und Grundmauern.

Besondere Aktualität bekommt das Projekt durch die Anschläge auf die Nordstream-Pipelines. Die Röhren liegen an keiner Stelle tiefer als 92 m. BentiX hätte also vor Ort sein können. Gleichwohl lassen sich die gesamten Pipelines mit einer Länge von je 1224 km kaum dauerhaft überwachen – jedenfalls nicht mit dem Pocket-U-Boot von Nicolas Boraccino.

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