Demokratisierung der Robotik 28. Juli 2022 von Martin Ciupek Lesezeit: ca. 7 Minuten

Schluss mit Programmieren: Roboter mit Kamera lernen durch Vormachen

Roboter für die Menschen leicht nutzbar machen, das möchte Dominik Bösl, der beim Start-up Micropsi Industries für die Produktentwicklung verantwortlich ist. Wie das mit 2D-Kameras und der Hilfe von KI gelingen kann, erklärt er im Interview.

"Wenn Sie in der Lage sind, den Ablauf mit Ihren Augen zu verfolgen und mit Ihren Händen vorzumachen, dann können wir das theoretisch trainieren", sagt Domninik Bösl, der in der Geschäftsführung des Berliner Start-ups Micropsi Industries für die Produktentwicklung verantwortlich ist.
Foto: Micropsi Industries

VDI nachrichten: Voriges Jahr hatten Sie in einer Diskussionsrunde mit Ihren ehemaligen Kollegen von Kuka noch von der Demokratisierung der Robotik gesprochen. Jetzt sind Sie bei Micropsi, also einem Unternehmen, das keine eigenen Roboter baut. Wie wollen Sie da die Demokratisierung weitertreiben?

Bösl: Das stimmt. Aber weiterhin ist das das erklärte Ziel. Und ich glaube auch ganz fest an die Demokratisierung der Robotik. Jetzt bin ich nur auf der anderen Seite des Spektrums. Da geht es eher darum, Robotik mit Künstlicher Intelligenz zugänglicher und einfacher bedienbar zu machen. Dann kann die Robotik endlich auch in Applikationen Einzug halten, die Flexibilität erfordern, weil dort öfter mal umgerüstet werden muss. Das hilft dann auch Firmen, die sich diesen Programmiermehraufwand nicht leisten können.

Lesen Sie auch: Demokratisierung der Roboter

Was trägt Ihr Unternehmen zum einfacheren Robotereinsatz bei?

Genau bei den beschriebenen Anwendungen haken wir mit unserer KI-basierten Steuerung Mirai ein, indem wir in Stunden das trainieren können, was andere normalerweise in Wochen oder Monaten programmieren. Wir verschaffen damit auch dem Mittelstand und irgendwann den Handwerkern einen Zugang zu Robotern.

Roboter werden individuell angelernt, statt programmiert

Kann man bei selbstlernenden Systemen denn noch von Programmieren sprechen oder …

… oder ist es eigentlich ein Trainieren? Wir sagen heute eher, wir bringen dem Roboter Skills bei. So wie wir auch neue Mitarbeitende anlernen würden.

Auf der Messe Automatica 2022 zeigte Micropsi Industries, dass der Roboter den Stecker selbst dann zuverlässig greift, wenn vorher ein Mensch das Kabel bewegt hat. Foto: Micropsi Industries

Wie muss man sich das vorstellen?

Angebot wählen und sofort weiterlesen

  • Alle Beiträge auf vdi-nachrichten.com
  • Monatlich kündbar

Oder werden Sie VDI-Mitglied und lesen im Rahmen der Mitgliedschaft Vn+.

Jetzt Mitglied werden
Ein Beitrag von:

Stellenangebote

HENSOLDT

Projektleiter Airborne ISR Radars (w/m/d)

Immenstaad
HENSOLDT

Produktmanager Airborne Detection & Protection Products and Systems (w/m/d)

Taufkirchen
Hochschule Osnabrück

Professur für Hard- und Software Digitaler Systeme

Osnabrück
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

Sachbearbeiter*in im Sachgebiet Bau & Technische Dienste (m/w/d)

Berlin
Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft

Sachbearbeiter*in "Vergabe von Bauaufträgen sowie von Architekten-/Ingenieurverträgen (GWB/VgV/VOB)" - Teilzeit 75 %

München
TU Bergakademie Freiberg

Professur für Geoströmungs-, Förder- und Speichertechnik

Freiberg
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professor:in (W2) für das Lehrgebiet "Klimatechnik"

Esslingen
Hochschule Emden/Leer

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Doktorand*in) in den Projekten TraNaMo und HyperBridge

Emden
MBDA Deutschland GmbH

Senior Systems Engineer (w/m/d)

Schrobenhausen
MBDA Deutschland GmbH

Software Developer (w/m/d)

Schrobenhausen
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Meistgelesen