Automobil 27. Feb 2024 Von Peter Kellerhoff Lesezeit: ca. 2 Minuten

Schaeffler zieht es in die USA

Automobilzulieferer Schaeffler kündigt neuen Automotive-Produktionsstandort in den USA an. Bis zum Jahr 2032 sollen 650 Entwicklerinnen und Entwickler in Dover im US-Bundesstaat Ohio an der Mobilität der Zukunft arbeiten.

Schaeffler
Automobilzulieferer Schaeffler will in den USA 230 Mio. $ in eine neue Produktionsstätte investieren und 650 neue Arbeitsplätze schaffen. Profitieren will der Konzern auch von Subventionen aus dem Inflation Reduction Act.
Foto: Dominik Obertreis www.obertreis.de/Schaeffler AG

Geplant sind vom Automobilzulieferer Schaeffler Investitionen von über 230 Mio. $ in einen hochmodernen Produktionsstandort und einen weiteren Ausbau des Werks in Wooster, Ohio, bis zum Jahr 2032. Im neuen Werk in Dover, Ohio, sollen Komponenten und Systeme für die automobile Elektromobilität hergestellt werden. Die Entscheidung unterstreiche nach Angaben des Unternehmens das Engagement für Innovation und Wachstum in der Region Amerikas.

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Schaeffler profitiert von Förderungen in den USA

Das Projekt wird durch den Bundesstaat Ohio und das staatliche Unternehmen JobsOhio gefördert. Der Bau des neuen Standorts soll Mitte 2024 beginnen und planmäßig im dritten Quartal 2025 abgeschlossen sein. Auf über 12 000 m2 Fläche soll eine moderne Infrastruktur entstehen, die speziell auf die Entwicklung und Fertigung von Komponenten und Systemen für die automobile Elektromobilität ausgerichtet ist. So werden dort beispielsweise E-Achsen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge produziert.

„Das neue Werk wird unsere Zukunft in der Region Amerikas wesentlich mitgestalten“, sagte Marc McGrath, Regional CEO Americas. „Der Einsatz hochmoderner Produktionsprozesse wird sicherstellen, dass wir unsere Kunden noch besser bedienen und die Mobilität der Zukunft nachhaltig gestalten“, so Marc McGrath weiter.

Zu den Produkten gehören elektrische Achsen für nachhaltige und effiziente Antriebslösungen für die Elektromobilität der Zukunft. Am neuen Produktionsstandort sollen zudem innovative Fertigungsverfahren eingesetzt werden, die die Verpflichtung des Unternehmens zur Klimaneutralität bis 2040 unterstreichen.

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Schaefflers Talentsuche in den USA

Der neue Produktionsstandort entsteht laut Unternehmensangaben in einer logistisch und strategisch vorteilhaften Lage mit guter Infrastruktur – in unmittelbarer Nähe zu Kunden, Lieferanten und dem Schaeffler-Standort in Wooster, der auf die Herstellung von Getriebesystemen spezialisiert ist und als Innovationszentrum für die Elektromobilität dient.

Durch Partnerschaften mit berufsbildenden Einrichtungen vor Ort werde Schaeffler auf einen starken Fundus an Talenten zugreifen können und sowohl Ausbildungsprogramme als auch Praktika anbieten, damit die Menschen in der Region die Zukunft der E-Mobilität ebenfalls mitgestalten können.

Als Teil seiner langfristigen Investitionen in Ohio schloss Schaeffler zudem kürzlich den Ausbau des Standorts in Wooster auf gut 8000 m2 Fläche ab. Dort werden Elektromotoren und Komponenten für elektrische Antriebssysteme hergestellt. Schaeffler gab außerdem den Ausbau der Partnerschaft mit der Ohio State University (OSU) bekannt, die die Eröffnung eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums für Batteriezellen im Jahr 2025 beinhaltet.

US-Inflation Reduction Act als Investitionsanreiz für deutsche Unternehmen

Schaeffler prüft derzeit, ob am neuen Standort der U.S. Inflation Reduction Act Anwendung finden kann, um die nationale Elektromobilität weiterzuentwickeln und den Kompetenzausbau der lokalen Belegschaft weiter voranzutreiben.

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, kommentierte abschließend: „Wir sind davon überzeugt, dass der Trend hin zu mehr Elektrifizierung anhalten wird.“ Schaeffler sei zudem perfekt positioniert, um von seiner technologischen Führungsposition im Bereich der Hybrid- und verbrauchsoptimierten Verbrennertechnologien zu profitieren, vor allem in den USA.

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Zuletzt hatte Schaeffler im Herbst 2022 einen Stellenabbau von 1300 Stellen angekündigt und im vergangenen Jahr die Viertagewoche am Stammsitz in Herzogenaurach ins Visier genommen, um Arbeitsplätze zu sichern.

Und vor genau einem Jahr hatte der Auto- und Industriezulieferer angekündigt, stärker Chancen in China sowie den USA nutzen und vor allem dort auch die Möglichkeiten des Investitionsprogramms der US-Regierung auszuloten. Konzernchef Rosenfeld damals bei der Bilanz-Pressekonferenz der Schaeffler AG in Herzogenaurach: „Es gibt global unterschiedliche Regulierungsansätze. Der sehr akzentuierte Inflation Reduction Act in den USA könnte zu einem Umdenken auch in Europa führen. Wir wollen ganz bewusst die Chancen, die wir in Amerika haben, nutzen.“

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