Wettbewerb 13. Sep 2022 Von Fabian Kurmann

Ingenieurnachwuchs: Konstruiert die beste Brücke aus Papier!

Unter dem Motto „Brücken schlagen“ startet einer der größten Schülerwettbewerbe deutschlandweit in eine neue Runde: Beim Junior.ING geht es dieses Mal darum, mit Papier, Kleber, Stecknadel und Bindfaden eine möglichst gute Fuß- und Radwegbrücke zu bauen. Nach Angabe der Ingenieurkammern nehmen im Schnitt jedes Jahr über 5000 Schülerinnen und Schüler teil.

Bereits 2018 galt es unter dem Motto „Brücken verbinden“ eine Brücke aus Papier nach ingenieurtechnischen Kriterien zu bauen. Die Brücke „Swing“ im Foto überzeugte damals die Jury. Insgesamt wurden damals 2459 Modelle eingereicht.
Foto: Bundesingenieurkammer

Dem besten Entwurf in Deutschland winken am Ende 500 € – trotz Inflation eine stattliche Summe für Schüler und Schülerinnen. Doch um die Jury 2023 zu überzeugen, muss eine Fuß- und Radwegbrücke nicht nur konstruiert, sondern auch gebaut werden. Der Clou: „Für die Konstruktion der Fuß- und Radwegbrücke dürfen als Werkstoffe lediglich Papier, Holzstäbchen, Kunststoffstäbchen, Folie, Klebstoff und Schnur sowie Stecknadeln Verwendung finden“, heißt es in der Wettbewerbsbeschreibung. Ob das Ganze auch stabil ist, testen die Juroren mit einer vollen 0,5-l-Getränkedose, die flach auf die Konstruktion gelegt wird. Nur Modelle, die das überleben, haben eine Chance auf den Sieg.

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Die besten Papierbrücken eines Landes konkurrieren danach bundesweit

Seit 2005 führen die Ingenieurkammern der Länder gemeinsam mit der Bundesingenieurkammer jedes Jahr einen Schülerwettbewerb durch. Dieser ist zweistufig. Das bedeutet, dass erst auf Landesebene um die Wette konstruiert wird und danach die Besten jedes Landes im Juni 2023 auf Bundesebene konkurrieren. Darüber hinaus vergibt die Deutsche Bahn einen Sonderpreis für eine besonders innovative Lösung. Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Anmeldeschluss ist der 30. November 2022. Für den Bau haben die Nachwuchsingenieurinnen und Nachwuchsingenieure dann Zeit bis zum 17. Februar 2023.

Einer der größten Schülerwettbewerbe soll mit Papierbrücken Begeisterung für Bauingenieurberuf wecken

Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien, in der „Kategorie I“ bis Klasse 8 und in der „Kategorie II“ ab Klasse 9. Zugelassen sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern von allgemein- und berufsbildenden Schulen. Laut den Ingenieurkammern zählt der Wettbewerb mit durchschnittlich mehr als 5000 Teilnehmenden zu einem der größten deutschlandweit. Die Jugendlichen sollen auf spielerische Art und Weise für Naturwissenschaft und Technik begeistert werden. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich, um die Vielseitigkeit des Bauingenieurberufs zu zeigen. Im vergangenen Jahr galt es beispielsweise, eine Skisprungschanze zu konstruieren. „Auf diesem Weg werben die Kammern für den Ingenieurberuf, um langfristig dem Fachkräftemangel in den technischen Berufen zu begegnen“, schreibt die Ingenieurkammer Bremen.

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Die Papierbrücke muss mindestens 60 cm in einem Stück schaffen.

Die Aufgaben sind durchaus anspruchsvoll, denn die Brücke soll einen Freiraum von 60 cm überbrücken. Die beiden Auflager sind mit 10 cm und 15 cm unterschiedlich hoch, sodass sich eine ansteigende Brücke, die gerade oder gekrümmt sein kann, ergibt. Zwischen den Auflagern sind allerdings keine weiteren Stützen erlaubt, das heißt, die Brücke muss die 60 cm in einem Stück überbrücken. Außerdem muss die fertige Brücke eigenständig stehen und darf, gemessen von der Oberseite der Grundplatte, maximal 60 cm hoch sein – inklusive Geländer.

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