Umfrage 12. Apr 2022 Von Fabian Kurmann

Wegen Ukraine-Krieg: Bauindustrie stellt sich auf Kurzarbeit ein

Die Baubranche hatte Corona gut überstanden, die Ukraine-Krise hingegen betrifft offenbar fast jedes Unternehmen, das im Bundesverband der Bauindustrie organisiert ist. Die Umfrage zeigt aber noch mehr.

Baustellen ohne Arbeiter: Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, befürchten Bauunternhemen, ihre Fachkräfte in Kurzarbeit schicken zu müssen.
Foto: PantherMedia / bogdan.hoda

Dem Chef des Bundesverbands der Bauindustrie kommt es vor, als wäre er im falschen Film: „Die Situation ist absurd. Vor Wochen hat die Branche noch händeringend um Arbeitskräfte geworben, heute müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die halten, die wir haben. Wir stellen uns darauf ein, dass Unternehmen bald Kurzarbeit anmelden müssen.“

Studie bestätigt Flächenverfügbarkeit für 2 Mio. Wohnungen

Eine Umfrage des Verbands zeigt, dass große Teile der Mitgliedsunternehmen von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine betroffen sind: 90 % der Befragten nennen Preissteigerungen und 80 % Materiallieferengpässe. Die Unternehmen berichten laut dem Verband unisono, dass Materiallieferanten nur noch tagesaktuelle Preise geben, und 80 % der Befragten erleben sogar, dass Lieferanten überhaupt keine Preiszusagen mehr geben. Dies führe zu einem enormen wirtschaftlichen Risiko und Schwierigkeiten bei der Kalkulation neuer Angebote, warnt der Verband.

Bauindustrie: Kriegsbedingte hohe Preise würgen Boom ab

Mit einem Drittel der Auftraggeber habe man sogenannte Preisgleitungen vereinbaren können, wo Preissteigerungen im Einkauf an den Bauherrn weitergereicht werden können. In diesem Fall müssen die Bauunternehmen die Risiken nicht allein schultern. In 70 % der Fälle gibt es solche Vereinbarungen nicht. In der Konsequenz geben laut dem Verband über 30 % der befragten Bauunternehmen keine neuen Angebote mehr ab.

Bauwirtschaft: Regierungsziel von jährlich 400 000 neuen Wohnungen nicht erreichbar

Auch die Nachfrage geht zurück, wie die Umfrage zeigt: Rund 40 % der Auftraggeber stellen Projekte zurück, 30 % der Auftraggeber stornieren sogar Projekte. Ein norddeutscher Verband der Wohnungswirtschaft soll sogar einen deutlichen Rückgang beim Wohnungsneubau erwarten.

Über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer haben teilgenommen, davon beziehen 27 % Baumaterial aus Russland oder aus der Ukraine.

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