Wirtschaft 02. Aug 2022 Von André Weikard

Einkäufer erwarten weitere Preisanstiege bei Rohstoffen

Trotz des hohen Preisniveaus vieler Rohstoffe rechnen Experten mit einer weiteren Verteuerung, so das Ergebnis der jüngsten Rohstoffstudie der Einkaufsberatung Inverto.

Die hohen Energie- und Rohstoffpreise sind kein vorübergehendes Phänomen, erwarten Einkäufer laut einer aktuellen Umfrage.
Foto: PantherMedia / destinacigdem

Die derzeitigen Rohstoffpreise beeinflussen maßgeblich das Geschäftsergebnis von rund 90 % der deutschen Industrieunternehmen. Das legt eine Umfrage der Einkaufsberatung Inverto unter Einkaufsmanagern und mit dem Einkauf befassten Geschäftsführern nahe. Auf ähnlich hohem Niveau bewegt sich die Zahl der Unternehmen, die „gestiegene Energiepreise“ als einen relevanten Faktor nannte (86 %). Der Wert liegt damit 57 Prozentpunkte höher als bei der Vorjahreserhebung.

Europäische Hüttenbetreiber legen Kapazitäten still

Die 90 Teilnehmer der Befragung, von denen besonders viele aus dem produzierenden Gewerbe (28 %) und dem Maschinenbau (19 %) stammen, beklagen außerdem die „reduzierte Verfügbarkeit von Rohstoffen“ (77 %). Dieses Problem besteht schon seit dem Beginn der Coronapandemie 2020 und wirkt sich unvermindert stark aus.

Turbulenzen an den Rohstoffmärkten führen dazu, dass Festpreisvereinbarungen seltener möglich sind

Auch für die Zukunft erwarten sich die Umfrageteilnehmer keine Entlastung. 81 % rechnen mit weiteren Preisanstiegen bei Rohstoffen, 49 % sogar mit einem starken Anstieg. Zudem ist es für die Einkäufer schwerer geworden, gegenzusteuern. Längerfristige Festpreisvereinbarungen, die früher ein probates Mittel waren, um sich gegen starke Preisausschläge abzusichern, werden von immer weniger Rohstoffhändlern akzeptiert. Nur noch ein Drittel der Unternehmen konnte laut Befragung darauf zurückgreifen. Vor einem Jahr war das noch für rund die Hälfte der Unternehmen die Lösung der Wahl. Stattdessen sind Preisvereinbarungen mit einer Preisgleitklausel üblich geworden. Die Preise orientieren sich dabei z. B. an einem Rohstoffindex. Diese Variante wird von 78 % der Unternehmen umgesetzt.

Kommt die Mammut-Fusion von Rusal und Norilsk Nickel?

Entsprechend hat sich auch die Zeitspanne stark verkürzt, für die Lieferanten sich auf einen Preis festlegen lassen. 60 % der Befragten berichteten von diesem Trend. Die gesamte Rohstoffstudie mit zahlreichen Grafiken und gezielten Auswertungen insbesondere zu den Auswirkungen der Ukrainekrise finden Sie hier.

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Hochschule Anhalt

Lehrkraft (m/w/d) für besondere Aufgaben

Köthen
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (d/m/w) für das Lehrgebiet "Mobile autonome Systeme"

Deggendorf
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

Professur (m/w/d) Algorithmen in der Robotik

Kempten
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Professorin/Professor (m/w/d) (Besoldungsgruppe W 2) Professur für Wasserstoffsicherheit und Werkstofftechnik

Schweinfurt
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Professur für "Maschinenbau und Verfahrenstechnik in der Landwirtschaft"

Triesdorf
Bundesanstalt für Straßenwesen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)

Bergisch Gladbach
Berliner Hochschule für Technik (BHT)

Professur (W2) Gebäudetechnik und Energiemanagement

Berlin
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Sachverständige / Sachverständigen (w/m/d) Immobilienbewertung

Koblenz
BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) der Fachrichtung Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Physikalische Ingenieurwissenschaft o. vglb.

Berlin-Steglitz
Auswärtiges Amt

Ingenieur/-in (m/w/d) als Gefahrgutbeauftragte/-n und zur Unterstützung des Umweltmanagements gemäß EMAS (Eco Management and Audit Scheme)

Berlin
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Rohstoffe