Rohstoffpreise 23. Aug 2022 Von Dennis Bastian

Hitze und Trockenheit belasten den Rohstoffsektor

Die Auswirkungen des Klimawandels in Form von Wetterextremen wie Überschwemmungen, Starkregen, Dürren und Hitzeperioden beeinflussen zunehmend den Rohstoffsektor. Insbesondere in diesem Jahr zeigen sich Probleme für die Rohstoffindustrie und deren nachgelagerten Sektoren auf – nicht nur in Deutschland.

Der Rhein auf der Höhe der Stadt Emmerich. Am 20.8.2022 wurde hier ein Pegelstand von nur mehr 3 cm gemessen.
Foto: IMAGO/Rüdiger Wölk

In Deutschland spüren die rohstoffintensiven Industrien die Auswirkungen der jüngsten Hitze- und Dürreperiode. Auf der wichtigsten europäischen Wasserstraße, dem Rhein, sind die Pegelstände in den letzten Wochen zwischenzeitlich stark gesunken, sodass Güterschiffe nur mit einer 25 %- bis 50 %igen Beladung den Rhein passieren können. Das treibt nicht nur die Transportkosten in die Höhe, sondern wirkt sich auf Lieferfristen, Liefermengen und damit auf die gesamte Lieferkette aus.

Konjunktursorgen belasten Rohstoffpreise

Über den Rhein werden nicht nur Energierohstoffe wie Kohle oder Benzin und Diesel transportiert, sondern es werden auch die Industrien, die sich entlang des Flusses befinden, mit mineralischen Rohstoffen versorgt. Im Jahr 2020 wurden über den Rhein ca. 18 Mio. t Eisenerz und 8,5 Mio. t Kokskohle zu den Stahlproduzenten transportiert. Im gleichen Jahr wurden auch 8 Mio. t Metalle über den Rhein an die deutsche Industrie geliefert. Darin enthalten sind auch Stahlschrotte, die über Binnenschiffe an Exporteure und die Stahlindustrie transportiert werden. Durch die geringere Schiffsbeladung ist weniger Stahlschrott verfügbar, sodass von einigen Marktbeobachtern bereits von einer europäischen Schrottknappheit gesprochen wird.

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