Podcast „Prototyp“ 21. Dez 2023 Von Wolfgang Schmitz Lesezeit: ca. 2 Minuten

Arbeit: Karrieren im digitalen Wandel

Die Digitalisierung löst alte Arbeitsstrukturen auf, Ingenieure werden ihre Kompetenzen in den Dienst fachübergreifender Kooperationen stellen müssen, meint der Berater Frank Leminski im Karriere-Podcast „Prototyp“.

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Die Arbeit wird durch die Digitalisierung weitestgehend enthierarchisiert, meint Frank Leminski. Soll heißen: Im Team und am PC stellt sich die Frage: Wie kriegen wir das Projekt gemeinsam gestemmt?
Foto: Ludmilla Parsyak/Fraunhofer IAO

Die Karrieren von Ingenieurinnen und Ingenieuren werden sich radikal wandeln, meint Frank Leminski. Die Digitalisierung werde sich „diffiziler“ auf die Arbeit auswirken als auf Produktionsprozesse, ist der Kölner Berater und Coach überzeugt. „Neue Zusammenarbeitsformen bringen ein neues Verständnis von Arbeit, in denen sich Hierarchiestufen auflösen und die Verantwortung direkt an den einzelnen Mitarbeitenden übertragen wird.“

Arbeit: Ohne angepasste Kommunikation keine Erfolgsgeschichte der Digitalisierung

Um vor diesem Hintergrund effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten, dürfe nie in eine Fachrichtung gedacht werden. Kundenzentriertes Denken sollte der Maßstab sein. Leminski nennt das Beispiel Tesla für die Notwendigkeit fachübergreifender Planung und stellt die Frage: „Ist Tesla ein Auto mit Computerfunktion oder ein Computer mit Autofunktion?“

Einige Unternehmen geben sich nur „einen digitalen Anstrich“

Es gebe einige Unternehmen, die ihr Denken und Handeln danach ausrichten, in den tradierten Branchen müssten viele Unternehmen diesen Weg erst noch zurücklegen. Das erkenne man an den deutschen Autobauern, die große Schwierigkeiten hätten, „das iPhone auf vier Rädern zu bauen“. Frank Leminski: „Leider geben sich viele Unternehmen nur einen digitalen Anstrich, sie bemühen sich um Digitalisierung, aber nicht im ganzheitlichen Kontext.“

Frank Leminski: Der einzelne Mitarbeitende wird künftig mehr Verantwortung tragen. Foto: decommplex GmbH

Arbeit: Entschleunigung bedeutet, bewusster zu entscheiden

Der Wandel schlage sich – nicht zuletzt mit Blick auf den Fachkräftemangel – auch auf die Arbeitskultur nieder. „Personalabteilungen sollten Serviceeinheiten sein, die sich den Mitarbeitenden anbieten: ,Kommt zu uns, wenn ihr Probleme habt, wenn ihr in Konflikten steckt oder es euch an Skills fehlt. Unsere Tür ist immer offen.‘ Dafür müssen finanzielle Mittel vorhanden sein und Freiräume für die Mitarbeitenden geschaffen werden.“

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