Die Münzkolumne 07. Sep 2022 Von Peter Piasecki

Eine Gedenkmünze feiert den 1200. Geburtstag des Klosters Corvey

Die neue Gedenkmünze mit der Fassade von Kloster Corvey stellt eine künstlerisch und ästhetisch gelungene Komposition dar.

Die neue 20-€-Sammlermünze würdigt die Architektur des Klosters Corvey. Quelle: BVA, Künstler Bastian Prillwitz,
Foto: Hans-Joachim Wuthenow. Ausgabedatum: 22. September 2022.

Das „Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ sind seit 2014 Unesco-Welterbe. Die Gründung der nahe Höxter gelegenen Benediktinerabtei Corvey wird auf das Jahr 822 datiert, sodass die Bundesregierung aus Anlass des 1200-jährigen Bestehens die Prägung einer 20-€-Gedenkmünze beschloss. Historisch bedeutsam ist die Anlage, weil in ihr das älteste und einzigartig erhaltene Westwerk aus der karolingischen Zeit enthalten ist. Als „Westwerk“ bezeichnen Historiker eine bestimmte Bauform der Westfassade einer Kirche. Vermutlich wurde das Westwerk extra für die Besuche des Kaisers errichtet, bei denen er dem Gottesdienst beiwohnte.

Die Gedenkmünze für Kloster Corvey wird in zwei Qualitäten verausgabt

Die 20-€-Gedenkmünze soll am 22. September über die Schalter der Bundesbank sowie bei Banken und Sparkassen in der Qualität „Stempelglanz“ verausgabt werden. Sammler und Sammlerinnen, die die höchste Prägequalität wünschen, erhalten die Münze in „Spiegelglanz“ für 37,50 € bei der „Münze Deutschland“. Die Münze wird – wie gegenwärtig alle 20-€-Silbermünzen – in Sterlingsilber (Ag 925) ausgeprägt und wiegt 18 g bei einem Durchmesser von 32,5 mm. Der Feinsilberanteil beträgt somit 16,65 g.

Mit Goldmark können Münzsammler heute noch Geld verdienen

Die Bildseite der Münze zeigt in einer sehr gelungenen Kavalierperspektive Kloster und Schlossanlage, während die Wertseite den obligatorischen, aber individuell gestalteten Adler mit dem Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ sowie die Wertangabe „20 EURO“, das Prägejahr, die 12 Europasterne, den Buchstaben „F“ für die Prägestätte Stuttgart und die Angabe „SILBER 925“ aufweist. Der Münzrand greift den inhaltlichen Kontext der Münze auf und enthält den Text: „WO DER HIMMEL DIE ERDE BERUEHRT“.

Wertvoller historischer Pfennig aus Kloster Corvey

Im Jahr 833 erhielt die Abtei durch Kaiser Ludwig den Frommen das Münzrecht. Es war das erste Münzprivileg zum Prägen von Denaren (Pfennigen) im ostfränkischen Reich. Über die Jahrhunderte hinweg folgten zahlreiche weitere Münzen.

In der Münzstätte Corvey wurde dieser Pfennig geprägt. Der Abt des Klosters mit Krummstab und Buch thront auf einem Faltstuhl, der mit Tierköpfen verziert ist. Quelle: Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG (http://www.kuenker.de), Osnabrück;
Foto: Lübke & Wiedemann KG, Leonberg.

Als Beispiel sehen Sie hier einen Pfennig aus der Münzstätte Corvey. Er zeigt Hermann I. von Holte (1223–1254) als Abt mit Krummstab und Buch auf einem Faltstuhl sowie den Heiligen Vitus auf der Rückseite. Der Pfennig aus Silber wiegt 1,31 g. Diese Münze wurde auf einer Frühjahrsauktion 2021 für 480 € zugeschlagen. Die Münze wurde mit „sehr schön“ bewertet (bessere Bewertungen oberhalb „sehr schön“ sind „vorzüglich“, „Stempelglanz“ und „Spiegelglanz“) und sie erzielte für eine Pfennigmünze aus dem Mittelalter aufgrund der Seltenheit diesen doch recht hohen Preis. Eine mittelalterliche Münzprägestätte als Sammelgebiet ist sicher sehr reizvoll, setzt jedoch fundiertere numismatische Kenntnisse voraus.

Eine Kegelrobbe ziert die neue Goldmünze

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