Neues Buch des Deutschen Technikmuseums 25. Okt. 2023 Von Peter Steinmüller Lesezeit: ca. 1 Minute

Historiker erforschen die Geschichte des Reparierens

Von wegen Wegwerfgesellschaft: Reparieren, Warten und Improvisieren tragen in technisierten Gesellschaften zur Nachhaltigkeit bei. Das zeigt ein neues Buch des Deutschen Technikmuseums.

Der traurige Teddy war in einer Ausstellung des Deutschen Technikmuseums zum Thema „Reparieren“ zu sehen. Nun widmet das Museum dem Thema einen Sammelband mit Essays von Historikerinnen und Historikern.
Foto: SDTB / C. Kirchner

Rasant wechselnde Produktgenerationen, kurzlebige Moden und der Kult des Neuen prägen die Technikwelt der Massenkonsumgesellschaft. Eine neues Buch mit dem Titel „Reparieren. Warten. Improvisieren. Technikgeschichten des Unfertigen“ aus dem Deutschen Technikmuseum in Berlin entwickelt dagegen eine neue Perspektive: Anhand 22 ausgesuchter Beispiele beleuchtet es die Instandhaltung von Alltagsobjekten, den Wandel des Reparierens in Handwerk, Gewerbe und Industrie, die essenzielle Rolle des Wartens und Reparierens technischer Infrastrukturen sowie die soziale und ökologische Bedeutung von Reparaturpraktiken in unserer Gesellschaft.

Sammelband über Reparieren will Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten

„Die Essays machen sichtbar: Reparieren und Instandhaltung waren und sind allgegenwärtig. Und sie haben das Potenzial, unsere Zukunft nachhaltiger zu gestalten“, versichert das Deutsche Technikmuseum auf seiner Website. Mitherausgeberin ist Heike Weber, Professorin an der TU Berlin und Vorsitzende des Interdisziplinären Gremiums Technikgeschichte des VDI.

VDI zeichnet Technikhistoriker mit dem Conrad-Matschoß-Preis aus

Etliche Beiträge des Buches sind aus Vorträgen der Technikgeschichtlichen Tagung des VDI im vergangenen Jahr hervorgegangen. Unter dem Motto „Reparieren, Improvisieren, Re-Arrangieren – eine Technikgeschichte des Unfertigen“ hatte sie im Deutschen Technikmuseum stattgefunden. Videos von den Sessions können hier abgerufen werden. Das Museum hatte im vergangenen Jahr auch eine Sonderausstellung „Reparieren! Verwenden statt verschwenden“ präsentiert. Sie sollte die Bedeutung des Reparierens angesichts von Klimakrise und Wegwerfgesellschaft demonstrieren.

Der Sammelband kann auf der Website des Deutschen Technikmuseums kostenlos heruntergeladen werden.

Heike Weber, Astrid Venn, Jörg Rüsewald, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (Hg.): Reparieren. Warten. Improvisieren. Technikgeschichten des Unfertigen. Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, 208 Seiten, PDF-ISBN: 978–3–00–076382–3

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

WBS TRAINING SE

Trainer:in / Lernbegleiter:in für SPS-Programmierung (m/w/d)

Berlin
Gemeinde Bubenreuth

Tiefbautechniker (m/w/d) im gemeindlichen Bauamt

Bubenreuth
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB)

Ingenieur/-in Elektrotechnik als Sachbearbeiter/in Instandhaltung (w/m/d)

Potsdam
Technische Hochschule Deggendorf

Professorin | Professor (m/w/d) für das Lehrgebiet Cybersecurity Management und digitale Resilienz

Deggendorf
EEP Energieconsulting GmbH

Junior Energieberater für Nicht-Wohngebäude (m/w/d)

München, Köln, Wien, HomeOffice
Helmholtz-Zentrum Hereon

Ingenieurin (m/w/d) - Al-Legierungen unter Einfluss von Wasserstoff bei kryogenen Temperaturen

Hamburg
Scale Energy

Elektroingenieur:in - Mittelspannung & BESS

Berlin
TU Bergakademie Freiberg

Professur für Biologie / Ökologie (Open rank: W2 oder W1 mit Tenure-Track auf W2)

Freiberg
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professorin / Professor (m/w/d) für das Lehrgebiet "Nachhaltige Sanierung und Renovierung"

Pfarrkirchen
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

Bauingenieurin / Bauingenieur (w/m/d) für den konstruktiven Ingenieurbau

Rendsburg, Lübeck, Kiel, Itzehoe, Flensburg
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Meistgelesen